Testamentsvollstreckung & Nachlassverwaltung  Kanzlei TESTAPEE
Für den Ernstfall bestens vorbereitet.

Gebühren

Die Vergütung eines Testamentsvollstreckers bestimmt ebenfalls der Erblasser im Testament. Steht da nur "angemessene Vergütung", richtet sich das Honorar zum Beispiel nach der Rheinischen Tabelle, was ein bis vier Prozent netto vom sogenannten Reinnachlass entspricht. Bezahlt wird die Vergütung aus dem Nachlass. Ist die Abwicklung besonders schwierig, zum Beispiel bei Auslandsvermögen, verstreuten Schulden oder Rechtsstreitigkeiten, können Zuschläge für besonders aufwendige Aufgaben dazukommen.

Der Deutsche Notarverein hat in 2000 mit der Begründung, dass sich mit der Rheinischen Tabelle aus dem Jahre 1925 eine angemessene Vergütung nicht mehr ermitteln lasse, eine "Neue Rheinische Tabelle" veröffentlicht. Danach wird in Fortentwicklung der Rheinischen Tabelle für die Ermittlung eines Vergütungsgrundbetrags folgende Gebührentabelle vorgeschlagen:


bis 250.000 EUR                 4,00%

bis 500.000 EUR                 3,00%

bis 2.500.000 EUR              2,50%

bis 5.000.000 EUR              2,00%

über 5.000.000 EUR           1,50%


Der Vergütungsgrundbetrag deckt dabei die einfache Testamentsvollstreckung ab. Der Vorschlag des Deutschen Notarvereins sieht für etwaige Erschwernisse, z.B. aufwendige Grundtätigkeit im Rahmen der Ermittlung, Sichtung und Inbesitznahme des Nachlasses einen Zuschlag von 2/10 bis 10/10 vor. Weiterhin wird nach diesem Vorschlag ein Zuschlag jeweils in gleicher Höhe für die Aufstellung eines Teilungsplans, für komplexe Nachlassverwaltung, aufwendige und schwierige Gestaltungsaufgaben und die Erledigung von Steuerangelegenheiten vorgesehen. Die Gesamtvergütung soll dabei in der Regel insgesamt das Dreifache des Vergütungsgrundbetrags nicht überschreiten. In den Fällen der Dauertestamentsvollstreckung errechnet sich eine Verwaltungsgebühr in Höhe von ⅓ bis ½ pro Jahr der Verwaltung des im Zeitpunkt der Erbschaftsteuerveranlagung gegebenen Nachlassbruttowertes oder – wenn höher – 2 bis 4 % des jährlichen Nachlassbruttobertrags.